#Gedanke: Jesus, Archetyp des Magiers

Wunderbar gesagt 🙂

hagenunterwegs

„Jesus (Chritus) ist ein klassischer (Archetyp) Magier,
besonders in der Bergpredigt und in seinen Gleichnissen.

Dogmatiker und Exegeten wissen nicht,
was sie damit anfangen sollen,
weil man daraus kein Dogma machen kann.

Jesus ist viel mehr Magier oder Schamane
als Theologe oder Prediger
einer institutionalisierten Religion.

Er benennt die Realität,
er treibt die Dämonen und das Dunkle aus,
er weist auf das Licht
und feiert es.“

(Richard Rohr)

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Die spirituelle Schwingung wahrer Kunst

Es ist sehr faszinierend, wenn man erfährt, welche Gedanken der Arbeit eines Künstlers zugrunde liegen. Jean Delville ist besonders bemerkenswert, denn er wusste um die spirituelle Dimension der Kunst. Hier ein paar Auszüge aus seiner Schrift Mission de l’Art.“

„Die Idee, im metaphysischen oder esoterischen Sinn, ist die Kraft, die universale und göttliche Kraft, die die Welten bewegt, und ihre Bewegung ist der höchste Rhythmus, aus dem das harmonische Wirken des Lebens hervorgeht. Wo kein Gedanke ist, gibt es kein Leben, keine Schöpfung. Die moderne westliche Welt ist sich dieser ungeheuren Macht des Ideals nicht mehr bewusst, und die Kunst ist damit unvermeidlich degradiert worden. Diese Unkenntnis der schöpferischen Kräfte des Denkens hat jedoch alle modernen Urteile verdunkelt und auf den Materialismus gelenkt. Der Materialismus weiß nicht, wie Ideen und Gedanken schwingen und wie diese Schwingungen auf das Bewußtsein des Einzelnen einwirken. Und doch sind diese Schwingungen, obwohl sie für den größten Teil der Menschheit unsichtbar sind, in der Lage, einen erstaunlichen Einfluss auf die Mentalität des Menschen auszuüben und somit deren Entwicklung zu unterstützen. Vor den Werken des Genies empfängt das menschliche Bewusstsein geistige und spirituelle Schwingungen, die durch die Kraft der reflektierten Idee erzeugt werden. Je erhabener, reiner und erhabener ein Werk ist, desto mehr wird das innere Wesen, das mit den von ihm ausgehenden idealen Schwingungen in Berührung kommt, erhoben, gereinigt und erhaben gemacht. Der Künstler, der nicht idealistisch ist, das heißt, ein Künstler, der nicht weiß, dass jede Form das Ergebnis einer Idee sein muss, und dass jede Idee ihre Form haben muss, der Künstler kurz gesagt, der nicht weiß, dass Schönheit der leuchtende Begriff des Gleichgewichts in den Formen ist, wird niemals einen Einfluß auf die Seele haben, weil seine Werke wirklich ohne Gedanken sein werden, das heißt ohne Leben.“
Jean Delville: La Mission de l’Art, p. 11-12

„Das Werk der idealistischen Kunst ist daher das, was die drei großen Worte des Lebens in sich vereinen wird: das Natürliche, das Menschliche und das Göttliche. Um dieses ästhetische Gleichgewicht zu erreichen, das – ich freue ich mich dies zuzugeben – für niemanden erreichbar ist! – muss man in der Arbeit die reinste Idee auf intellektueller Ebene finden, die schönste Form innerhalb des künstlerischen Bereiches, und die perfekteste Technik in Bezug auf die Ausführung. Ohne eine Idee verfehlt ein Werk seine intellektuelle Mission, ohne Form verfehlt es seine natürliche Mission und ohne Technik verfehlt es sein Ziel der Perfektion.“
– Jean Delville: La Mission de l’Art, p. 35-36

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Jean Delville ~ Le Lac au Clair de Lune